Québec:

In Quebec gibt es über 30 Weingüter auf der Höhe des 45 Breitengrades, die Weine aus lokalen Non Vitis Vinifera Reben produzieren. Drei Faktoren erlauben es Trauben in dieser Region anzubauen und damit eine indigene Weinindustrie zu etablieren: wohl ausgewählte Zonen unter dem Einfluss von Wasser wie dem Lake Champlain oder dem St.Lorenz Strom oder Gebirgszügen wie den Laurentians und Appalachen, arbeitsintensive Weinbaupraktiken unter Verwendung winterharter französischer und amerikanischer Hybride und der faszinierenden Passion der Winzer aus Quebec.

Das Klima für Weinbau ist eher rau mit langem kalten Wintern, kurzen Wachstumsperoiden mit etwas mehr als der Hälfte an Sonnenstunden wie in Bordeaux. Im Winter gibt es arktisch ähnliche Temperaturen bis -30° und bis zu 1 ½ Meter Schnee gefolgt von späten Frosteinbrüchen bis in den Juni hinein.

Es gibt 3 Gebiete mit vergleichsweise milderen Klimazonen: Das erste befindet sich entlang der amerikanisch-kanadischen Grenze in der Nähe des Lake Champlain mit den meisten der Quebec Weingüter. Das zweite erstreckt sich entlang des St.Lorenzstroms. Ein drittes befindet sich südlich von Montreal vor den Ausläufern der Laurentian Mountains.

Die Bodenbeschaffenheit variiert zwischen Sand, sandigen Lehmböden, Lehm-, Schiefer- und Schotterböden. Im Winter werden die Reben zurückgeschnitten und mit Erde, Stroh oder auch Schnee abgedeckt bzw. geschützt.

Das Anbaugebiet umfasst ca. 140 ha Fläche unter Reben mit einer Weinproduktion von 225.000 Liter pro Jahr mit 52% Weiß- und 22% Rotwein sowie Sekte, Dessertweine und Brände.