Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen)

F: [Was ist Chardonnay Musqué?]

A: [Chardonnay Musqué ist ein Chardonnay Clone mit der Bezeichnung 809. Der Chardonnay Clone wurde 1962 erstmals identifiziert in der Saone-et-Loire Region in Frankreich durch Robert Boidran, einen Techniker am Institut ESTABLISHMENT FOR THE NATIONALFOR  IMPROVEMENT OF VITICULTURE (ENTAV). Die Zertifizierung als registrierter Clone erfolgte im Jahr 1985.
Der Chardonnay Clone 809 ist eine ertragreiche Sorte mit mittelgroßen Trauben. In Niagara Region entwickeln sie intensive Muskat Noten bei einem Zuckergehalt zwischen 18,5 - 20°Brix. Zwischen 20 - 23°Brix verlieren sich diese Noten wieder um sich dann bei einem Zuckergehalt über 23°Brix wieder zu intensivieren. In Kanada werden geringerer Zucker- mit höherem Säuregehalt bevorzugt.]

F: [Wo gibt es in Kanada Weine, da ist es doch viel zu kalt?]

A: [Die überwiegende Zahl der Weinberge Kanadas liegt zwischen dem 41. und 45. Breitengrad und damit geografisch auf der gleichen Höhe wie die italiensische Toskana. In den kanadischen Anbaugebieten herrscht allerdings ein kühles Weinbauklima, wofür kontinentale Kälte im Winter sowie unbeständiges Wetter im frühen Frühjahr und zu Ende der Erntezeit im Herbst verantwortlich zeichnen. In der für den Weinbau relevanten Wachstumsphase der Weinrebe von April bis Oktober wird eine durchschnittliche Temperatur von max. 16°C erreicht, was vergleichbar ist mit allen Weinbaugebieten Deutschlands sowie den französischen Anbaugebieten Champagne, Chablis und Burgund. Die Sonnenscheindauer liegt dagegen vergleichsweise deutlich höher bei bis zu 2400 Stunden pro Jahr.]

F: [Wo wird in Kanada Wein angebaut?]

A: [Mit 6070 ha ist Ontario die bedeutenste Weinanbauprovinz Kanadas mit folgenden Anbauregionen:
- Niagara Penisula
- Pelee Island
- Lake Erie North Shore
- Prince Edward County

British Columbia:
- Okanagan Valley
- Vancouver Island
- Fraser Valley

Québec:
In der Nähe des Sankt-Lorenz-Stroms zwischen Montréal und Québec (Stadt) bei der Stadt Durham.

Nova Scotia:
im Annapolis Valley und in der Nähe der Fundybucht ]

F: [Gibt es ein kanadisches Weingesetz?]

A: [1988 führte die Provinz mit der größten Weinbaufläche Kanadas, Ontario, ein System zur Klassifizierung von Qualitätsweinen ein. Die Vintners Quality Alliance - kurz VQA - lehnt sich an die französischen und italienischen Qualitätssysteme einer Appellation d'Origine Contrôlée (kurz AOC) bzw. einer Denominazione di origine controllata (kurz DOC) an. 1990 übernahm die Provinz British Columbia das System. Die Einhaltung der Kriterien wird durch zwei Regulierungsbehörden, den Wine Council of Ontario (WCO) bzw. den British Columbia Wine Institute (BCWI) überwacht.
Die wichtigsten VQA-Kriterien:
- Bei VQA-Weinen müssen die Trauben zu 100 Prozent aus dem jeweiligen Anbaugebiet stammen.
- Bei einer Provinzbezeichnung dürfen sowohl Hybridreben als auch Vinifera-Reben (also europäische Rebsorten) verwendet werden. Die auf dem Etikett genannte Rebsorte muss zu mindestens 75 % im Wein enthalten sein. Auf dem Etikett steht dann Product of Ontario oder Product of British Columbia.
- Bei einer Bezeichnung der Anbauregion innerhalb einer Provinz sind nur Vinifera-Reben im Wein zugelassen. Die auf dem Etikett genannte Rebsorte muss zu mindestens 75% im Wein enthalten sein.
- Bei Jahrgangsangaben muss der Wein zu mindestens zu 90% aus diesem Jahrgang stammen.]

F: [Was bedeutet LCBO?]

A: [Liquor Control Board of Ontario. LCBO ist ein staatliches Unternehmen der kanadischen Provinz Ontario zum Vertrieb von Wein, Bier und Spirituosen in über 600 eigenen Läden in ganz Ontario.
Im Sinne eines intensiven Verbraucherschutzes führt die LCBO Qualitätssicherung jährlich über 490.000 Tests an 22.000 Produkten durch, um sicherzustellen, dass alle Produkten in den LCBO Stores den gesetzlichen Regelungen entsprechen und die hohen eigenen Standards für Qualität und Geschmack erfüllen.]

F: [Was ist die Methode Cuvée Close?]

A: [Die Methode Cuvée Close ist ein Verfahren der Schaumweinproduktion, das 1907 von Eugene Charmant an der Universität Montpellier entwickelt und ab 1910 im breiten Umfang eingeführt wurde. Anders als beim Champagnerverfahren erfolgt die zweite Vergärung im Drucktank unter Einsatz von Hefe und Zucker. Nach Erreichen eines Druckes von 5 Atü wird die Vergärung abgebrochen meist durch Abkühlung auf -5ºC. Danach wird der Schaumwein geklärt, mit Dosage versetzt und unter Druck in Flaschen gefüllt. In Canada u.a. eingesetzt zur Herstellung von Sparkling Icewine]

F: [Was bedeutet Brix?]

A: [Brix ist einen Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben. 1 Grad Brix entspricht 10 g Zucker pro Liter. Reife Trauben haben typischerweise 21 bis 25  Brix, was nach der Vergärung einen Alkoholgehalt von 11 bis 13% ergibt.]

F: [Was sind Hybridreben?]

A: [Hybridreben sind Kreuzungen aus Weinen von Vitis Vinifera (also allen in Europa bekannten Rebsorten) mit Vitis labrusca, einer in Kanada heimischen Wildrebsorte. Die daraus entstandenen Neuzüchtigungen sind unter dem Oberbegriff Hybridreben oder interspezifische Kreuzungen zusammengefasst.]

F: [Was ist Sugar Code?]

A: [Der Sugar Code ist in Kanada eine vereinfachte Angabe des Restzuckergehalts von Weinen. Die Angaben in g/100ml werden abgebildet in einen Zifferncode von 0 bis 10 :

0        0 bis 0,49 g100 ml
1     0,5 bis 1,49 g/100ml
2     1,5 bis 2,49 g/100ml
3     2,5 bis 3,49 g/100ml
4     3,5 bis 4,49 g/100ml
5     4,5 bis 5,49 g/100ml
6     5,6 bis 6,49 g/100ml
7     6,5 bis 7,49 g/100ml
8     7,5 bis 8,49 g/100ml
9     8,5 bis 9,49 g/100ml
10   9,5 bis 10,49 g/100ml

(Quelle LCBO)]